Freiheit

Die Freiheit ist des anderen Unfreiheit, sprudelt es aus mir heraus. Ein Fettauge gegen ein anderes auf der Oberfläche meiner Suppe, schreit es mir entgegen.
Heißt eine begrenzte Fläche Verdrängungswettbewerb? Wer das meiste Licht bekommt, schallt es aus dem Wald……
Gestern hörte ich in einer Diskussion das Wort Freiheit. Wieder einmal. Sträuben sich etwa meine Nackenhaare?
Was sagte Kant dazu? 
Die Freiheit eines jeden beginnt dort, wo die Freiheit eines anderen aufhört.
Immanuel Kant (1724 – 1804) war ein deutscher Philosoph der Aufklärung und eine der zentralen Figuren, die die Philosophie der Neuzeit begründeten.
Fettauge, Fettauge, ruft es aus mir heraus.
Wo liegt der Ursprung des Wortes Freiheit, frage ich mich.
Und was höre ich? Tacitus. Besser eine Freiheit mit Gehorsam, als die Ruhe in der Sklaverei. Hier fühle ich mich wieder schachmatt gesetzt.
Freiheit, Freiheit……..
Einem anderen gehöre nicht, wer sein eigener Herr sein kann. (Lat.: Alterius non sit, qui suus esse potest) schreit mir Paracelsus entgegen.
Was heiß das übersetzt? Wieder Fettauge und Kampf.
Und dann kommt Heine daher und plaudert im Vorbeigehen ………..
Die Freiheit der Meinung setzt voraus, dass man eine hat.
Und schon wieder ein Schlag in den nicht vorhandenen Kontor.
Keine Unterwerfung ist so vollkommen wie die, die den Anschein der Freiheit wahrt. Damit lässt sich selbst der Wille gefangen nehmen, ruft Jean-Jacques Rousseau.
Höre ich hier die Posaunen der Gegenwart?
Und gleich hinterher ein passendes Bild. Der typische Demokrat ist immer bereit, die theoretischen Segnungen der Freiheit gegen etwas einzutauschen, was er gebrauchen kann, sagt H. L. Mencken. 
Siehe unsere Parlamente in dieser Welt. Verfaulte und korrupte Deformationen, soweit das Auge reicht. Ist es der Grund für all die Niedergänge sämtlicher vergangener Hochkulturen? 
Und dann kommt Che Guevara mit seinem Spruch. Es gibt nur eine Sache, die größer ist als die Liebe zur Freiheit: Der Hass auf die Person, die sie dir wegnimmt. Wieder das Spiel der Fettaugen.
Jetzt bemühe ich die Lexika.
Die Freiheit (von mhd. vriheit – Vorrecht; verwandt der idg. Wurzel fri – lieben, schonen, schützen) dient als Grundbegriff im alltäglichen praktischen Leben, in der praktischen Philosophie, der Ethik, der Politik, im Recht sowie in einer Reihe Sozial- und Geisteswissenschaften.
Wer ist auf die glorreiche Idee gekommen und macht aus Vorrecht und lieben, schonen, schützen Freiheit.
Soweit ich mich erinnere, war in den Ursippen der Vater der Beschützer, Richter und Henker in einem. Er vertrat die Sippe nach außen und nach innen. Er stand dafür ein, wenn ein Sippenmitglied gegenüber fremden Sippen sich daneben benahm. 
Nach dem Motto. Solange du deine Füße unter meinen Tisch stellst…………
In diesem Zusammenhang verspüre ich keine Freiheit.
Ursprünglich war die „Freiheit“ neben Civitas (Bürgerrecht) und Familia (Familienstand) Voraussetzung für die persönliche Rechtsfähigkeit des römischen Bürgers. Verlor der Bürger die „Freiheit“, etwa durch Kriegsgefangenschaft oder durch Todesurteil, erlitt er damit eine Capitis deminutio maxima (größte Personenstandsänderung). Er wurde zum Sklaven erniedrigt und fortan als Sache betrachtet. Libertas wurde in dieser Zeit auf Münzen als schöne, reichgeschmückte Frau dargestellt.
Was sagt mir das, wenn die Freiheit in Anführungszeichen gesetzt ist?
Wäre ich Robinson Crusoe und würde allein auf einer Insel leben. Und doch nicht allein. Kannibalen zu Besuch. Und schon wieder Kampf anstatt Freiheit.
Selbst im Bauch der Mutter hing ich an der Nabelschnur. Und was ist, wenn ich tot bin. Bin ich dann frei?
Die vorangegangenen Gedanken zeugen nur von Abhängigkeit. Angebunden an. Der Mensch ein Herdentier?
Und selbst wenn ein Baby bei Wölfen aufwächst. Hier gibt es den Vater. Den Rudelanführer.
An diesem Punkt fällt mir Kaiser Wilhelm mit seinen Experimenten an Säuglingen ein. Sind sie ohne „Streicheleinheiten“ sprich ohne Zuneigung lebensfähig. Die Antwort heißt nein. Alle sind technisch versorgt worden und alle sind gestorben. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, das ein Hybrid Mensch selbst mit Hilfe einer Maschine nie funktionieren wird. Die Maschine ist nicht Mensch und Mensch ist nicht Maschine, zumindest wenn es um Entscheidungen handelt.
Ich spiele mit einem Computer Schach. Mit Sicherheit schlägt mich der Computer. Sobald ich meine Figuren außerhalb des Spielfeldes stelle, ist der Computer schachmatt. 
Was passiert mit Menschen in Einzelhaft? Wenn sie mit sich isoliert sind. Mit nichts außer mit sich selbst konfrontiert? Was passiert dann?
Dazu gibt es ausführlich Literatur.
Wenn ich zu mir ehrlich bin, brauche ich die Anerkennung meiner direkten Umgebung. Und wenn ich sie nicht bekomme, sorge ich dafür, dass ich sie bekomme. Ich bin bis zu einem gewissen Grade immer ein Herdentier. 
Seit ich dem lebe, hänge ich an unsichtbaren Fäden sozialer